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Forschung
«Wissenschaftliche Theorien sind nur Vorschläge, wie man die Dinge betrachten könnte.»
C.G. Jung, Gesammelte Werke, Bd IV, § 241

Grundlagenforschung

Die Frontdenker in den Naturwissenschaften nehmen heute Abstand vom klassischen reduktionistischen Wissenschaftsparadigma, wie es von Descartes und Newton geprägt worden ist und wo nach immer kleineren Grundbausteinen der Natur und deren kausaler Verknüpfung in "Naturgesetzen" gesucht, doch alles, was sich nicht so erfassen lässt, aus der Wissenschaft ausgeklammert wird. Nun wird das Individuelle, Irreversible (natur-)wissenschaftsfähig; ganzheitliche Betrachtungsweise ermöglicht neue Perspektiven wie jene von der Selbstorganisation komplexer Systeme. Hier kommt das spontan Geschehende, Unvorhersagbare ins Spiel und auch das Lebendige. Das menschliche Sein und seine Psychodynamik verschliessen sich einem nur kausal-reduktiven Denken; das hat C.G. Jung schon vor Jahrzehnten festgestellt. Die zielgerichteten Lebensprozesse mit all ihren Spontanitäten und Einmaligkeiten bedürfen einer ganzheitlichen Sicht.
Für die Grundlagenforschung stehen unseren DozentInnen und Studierenden u.a. eine umfangreiche Bibliothek und ein reich dotiertes Bildarchiv zur Verfügung. Aus dem Kreis unserer Lehrtherapeuten gehen vielseitige Publikationen zu Theorie und Praxis der Analytischen Psychologie und Psychotherapie hervor, die Diplomthesen unserer Absolventen sind wissenschaftliche Arbeiten auf dem Niveau eines Lizentiats oder Doktorats. Im Laufe der Ausbildung wird eine Fülle von detaillierten Fallstudien erstellt und mehrfach begutachtet und diskutiert.

Literatur:

Spengler Ernst, Psychotherapie und das Bild vom Menschen. Ontologie, Erkenntnistheorie und wissenschaftliche ''Objektivität'', Daimon, Einsiedeln 2001, S. 76 ff


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